ORANIENBAUM

EDITORIAL
In der Oranienbaumer Heide lebt und überlebt eine der letzten frei lebenden Konik-Herden, mitten in Deutschland.

Oranienbaumer Heide

In der Oranienbaumer Heide lebt und überlebt eine der letzten frei lebenden Konik-Herden, mitten in Deutschland.

Die Oranienbaumer Heide ist ein rund 2000 ha großes, sehr artenreiches Naturschutzgebiet im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt. Sie ist bekannt für ihre Arten- und Lebensraumvielfalt und unterlag in ihrer Geschichte einer vielfältigen Nutzung, wie zum Beispiel zur Brenn- und Bauholzgewinnung aber vor allem zu einem militärischen Übungsbetrieb. Ab 1945 begann in diesem Gebiet die Einrichtung des Truppenübungsplatzes der Sowjetarmee „Möhlau-Sollnitz“, welche bis 1964 großflächige Abholzungen mit sich führte. Der Übungsplatz erlangte bis zu dem vollständigen Auszug der sowjetischen Streitkräfte 1992 eine Fläche von ca. 4000 ha. Zurück blieb eine große, teilweise abgeholzte Offenfläche, welche gefährliche Risiken in sich birgt: munitionsbelastete Flächen mit nur unter Gefahr passierbaren Wegen und Waldabschnitten. Die Vegetation blieb bis 2008 sich selbst überlassen und hat sich bis heute weitestgehend erholt und ihren Platz zurück erobert. Im Mai 2008 startete das Modellprojekt „Pflegemanagement von Fauna- Flora- Habitat- Offenlandlebensräumen in der Oranienbaumer Heide“ um die Lebensräume der Tier- und Pflanzenarten zu sichern. In Zuge dessen wurde eine Ganzjahresstandweide mit Heck-Rindern und Konik-Pferden etabliert. Die Weidetiere sollen auf der ca. 800 ha großen Weidefläche als Landschaftspfleger der Verbuschung, Vergrasung und Überalterung der Heide entgegenwirken. Seit 2011 Wölfe. Erst seit 2012 sind mehrere Hauptwege für Besucher freigegeben, bis heute ist es noch lebensgefährlich diese zu verlassen.

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